
(Geschrieben 2023, aktualisiert Juli 2026)
Du willst Kundinnen ganz entspannt online über Google (und andere Suchmaschinen) gewinnen. Wenn Menschen etwas googeln, worauf Du die Antwort hast, dann soll Dein Text angezeigt werden, möglichst auf Seite 1 und ganz oben.
Wie funktioniert das?
Als ich früher noch oft Website-Texte Mentoring für Kundinnen anbot, sagten immer wieder zu mir: „Céline, SEO und Keywords und so machst Du dann auch, gell?“ Speziell, wenn sie eigentlich nur Feedback zu einem schon fertigen Text wollten.
So als ob ich meinen magischen Zauberstab zücken und SEO-Sterne über einen Text streuen würde. Und pling! Zaubere ich den Text in den Suchmaschinen an erste Stelle.
So funktioniert SEO nicht. Leider.
Das Wichtigste zu SEO-Keywords in Kürze
- Ein Keyword ist der Suchbegriff, den jemand bei Google eingibt. Keywords werden auch SEO-Wörter oder SEO-Begriffe genannt.
- Es gibt verschiedene Keywords:
Shorttail = 1 Wort. Midtail = 2-3 Wörter. Longtail = 4+ Wörter oder Fragen. - Regel 1: Finde Deine Keywords, bevor Du schreibst.
- Regel 2: Nutze ein Haupt-Keyword bzw. Thema pro Text, plus Synonyme.
- Regel 3: Checke die Suchintention, damit Dein Text die Erwartung der Leser trifft.
- Regel 4: Nutze so viele passende Keywords wie sinnvoll. Der Fokus bleibt auf Haupt-Keyword bzw. Hauptthema.
- Regel 5: Du schreibst für Deine Leserin. Nicht für Google.
- Schreib nie mehrere Texte zum selben Keyword. Sonst kannibalisieren sie sich.
SEO ist auch die Basis dafür, dass die KI Dich empfindet und zitiert!
So funktioniert textbasiertes SEO über Keywords
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen technischem SEO (Ladezeiten, saubere Verlinkungen, Inhaltsverzeichnisse, Bilder-SEO…) und textbasiertem SEO. Heute geht’s um zweiteres.
Sprich, Du schreibst Texte über Themen, nach denen Deine Kunden suchen. Das funktioniert so:
1) Du findest heraus, wonach Deine Wunschkundinnen tatsächlich suchen: Das ist Dein SEO-Keyword bzw. das Thema für Deinen Artikel. Das sind oft ganz einfache Fragen, die sich Deine Kunden stellen.
2) Du schaust, welche Seiten Google dafür bereits top gerankt auswirft – denn das sind die Antworten, die auf diese „Frage“ am meisten gelesen werden. Damit bestimmst Du die „Suchintention“, als die Antwort, die sich Leser erwarten.
3) Du schreibst einen Text, der genau und umfassend diese Frage beantwortet und besser ist als die angezeigten. Im Text erwähnst dabei auf natürliche Weise dein (und ggf. verwandte) Keyword(s). Keine Sorge: Das muss nicht wortgetreu sein. Suchmaschinen sind mittlerweile KI-gesteuert intelligent genug, das Thema zu erkennen, wenn Du semantisch vom Keyword abweichst. Aber je einfacher Du es Suchmaschine und Leserin machst, das Thema zu erkennen, desto besser.
Das ist das Prinzip. Klingt zunächst einfach.
Ich merke immer wieder: Gerade bei Frauen, die frisch in ihr Business starten oder zumindest neu ihre Website schreiben oder texten lassen wollen, tauchen dazu viele Fragen auf.
Diese Fragen rund um SEO-Begriffe, wie z. B.
- was Keywords sind und welche Arten es gibt,
- wie viele SEO-Wörter Du pro Text idealerweise verwenden sollst oder unterbringen kannst,
- wie Du diese Keywords findest,
- welche Tools Dich bei der Keyword-Suche unterstützen,
- welche die besten SEO-Begriffe für Dich sind
- und wie Du diese „SEO-Wörter“ für Dein SEO verwendest
beantworte ich Dir in diesem Artikel.
Fangen wir an!
SEO-Keyword: Was ist das?
SEO-Keywords werden auch oft SEO-Begriffe oder SEO-Wörter genannt. Ein Keyword ist das einzelne Wort oder die Wortgruppe, die jemand in eine Suchmaschine eintippt, um etwas zu suchen oder eine Antwort auf eine Frage zu finden – also ein Suchbegriff.
Wenn mehrere Wörter eingegeben werden (was meistens der Fall ist), spricht man von einer Keyword-Phrase oder einem Midtail- (2-3 Wörter) oder Longtail-Keyword (ab 4 Wörter, Fragen etc.).
Nehmen wir ein klassisches Beispiel: Sagen wir, Du hast immer wieder Rückenschmerzen und willst Dich generell darüber informieren.
Dann gibst Du einfach mal nur „Rückenschmerzen“ in Google ein. Das Keyword ist: „Rückenschmerzen“. Das ist ein Shorttail-Keyword.
Wenn Du spezifischere Schmerzen hast, gibst Du vielleicht ein: „Rückenschmerzen oberer Rücken“, „Rückenschmerzen mittlerer Rücken“, „Rückenschmerzen Lendenwirbel“ etc. Das sind dann Keyword Phrasen oder Midtail-Keywords.
Keywords können auch als Fragen formuliert sein: Wenn Du gerade akut Schmerzen hast und dringend jetzt und gleich Hilfe dazu brauchst, gibst Du vielleicht ein: „Rückenschmerzen was hilft schnell?“. Das ist ein Longtail-Keyword.
Wenn Du vermutest, Dein Bett ist schuld an den Rückenschmerzen, gibst Du ein: „Rückenschmerzen welches Bett?“.
Du siehst schon, es gibt vermutlich hunderte Suchbegriffe zu Deinem Thema!
Alle kreisen aber um das gleiche Shorttail-Keyword „Rückenschmerzen“.
Wozu musst Du die Keywords zu Deinem Thema kennen?
Nur wenn Du genau weißt, wonach Menschen suchen, die Du gerne als Kundinnen haben möchtest, kannst Du auf diese Suchvorgänge die entsprechenden Antworten liefern!
Dazu gibt es 2 Aspekte zu beachten:
1) Konkret: Je konkreter Du den oder die Suchbegriffe kennst, umso spezifischer kannst Du darauf reagieren. Umso höher ist die Chance, dass Du von Google zu genau diesem Begriff weit vorne angezeigt (höher gerankt) wirst.
2) Konkurrenz: Je größer die Konkurrenz an Beiträgen und Seiten im Internet zu Deinem Thema bereits ist, desto schwieriger ist es für Deinen Text, weiter oben sichtbar zu werden.
Das heißt im Umkehrschluss: Gibt es noch wenig Info zu Deinem Thema im Netz, kannst Du es Dir leisten ungenauer zu agieren, um sichtbar zu werden. Gibt es viel Konkurrenz, musst Du spezifisch werden, um nicht auf Seite 6 der angezeigten Seiten zu landen, die niemand mehr anschaut.
Ein Beispiel: Rückenschmerzen
Rückenschmerzen ist ein Thema, das sehr viel Konkurrenz hat. Das heißt: Wenn Du Deinen Text nur auf den einzelnen Begriff „Rückenschmerzen“ ausrichtest, wirst Du vermutlich kaum damit sichtbar werden.
Wenn Du Dich auf Beratung zu Matratzen spezialisierst und als Keyword „Rückenschmerzen Matratze“ wählst, hast Du größere Chancen, gesehen zu werden.
Daher meine Keyword-Empfehlung für Dich:
Ist Dein Thema noch neu, kannst Du Shorttail-Keywords besetzen.
Ist Dein Thema schon umkämpft, nutze Midtail-Keywords.
Longtail-Keywords nutze nur, wenn es tatsächlich viele Suchanfragen zu diesem Suchbegriff gibt UND Du damit nicht Dich selbst kannibalisierst. Was das heißt, erkläre ich Dir später noch.
In meinem Fall war ein Longtail-Keyword lange „Website Texte schreiben lassen“: ein Suchbegriff, der zwar lange ist, aber gut gesucht wird (240 Anfragen pro Monat waren es im Jänner 2023, aktuell im Juli 2026 170), aber damals wenig Konkurrenz hatte, die mittlerweile gestiegen ist.
Wie Du diese Werte feststellst, liest Du weiter unten.
Wann suchst Du SEO-Keywords?
Das ist eine wichtige Frage: Ich erlebe immer wieder, dass Menschen zuerst Texte schreiben und sie dann „suchmaschinenoptimieren“ wollen. Du erinnerst Dich an den Zauberstab.
Du merkst sicher schon: Dieser Weg ist schwieriger, als wenn Du Deine Keywords kennst, bevor Du schreibst.
Denn nur, wenn Du weißt, was gesucht wird, kannst Du Deinen Text genau darauf ausrichten.
Deshalb
Regel #1: Suche Deine Keywords, bevor Du Deinen Text zu schreiben beginnst!
Wie findest Du SEO Keywords? Mit Keyword-Tools
„Ja, wie finde ich denn bloß diese SEO-Keywords?!“
Ich weiß, SEO-Keywords finden ist gar nicht so einfach, wie es klingt.
1) Zuerst mal: Schlüpfe in die Schuhe Deiner Kund:innen. Wonach, glaubst Du, würden sie suchen? Wenn möglich: Frag sie! Wie haben sie denn Dich gefunden? Haben sie gegoogelt? Was würden sie googeln?
2) Nutze Tools, die Dich unterstützen und auf Ideen bringen. Denn oft denken wir ganz anders als unsere Kundinnen…
Beginn bei Google selbst: Gib ein Wort ein, das zu dem Problem oder der Lösung (ob Problem oder Lösung – dazu komme ich gleich noch!) passt und schau, was die Ausfüllhilfe Dir vorschlägt:

Da bekommst Du schon die am häufigsten gesuchten Begriffe vorgeschlagen. Damit kannst Du Dich spielen und entweder andere Ausgangswörter verwenden oder immer konkreter werden.
Klicke dann auf einen Begriff und schau unter die Ergebnisliste. Da siehst Du, was andere Menschen in Zusammenhang mit der einen Suchphrase noch gesucht haben:

Außerdem zeigt Dir Google Fragen an, die Du beantworten kannst. Diese Fragen eignenen sich auch als Zwischenüberschriften.

Notiere Dir all diese Begriffe in einem Excel Sheet. Du brauchst sie später.
Weitere Ideen zu Keywords erhältst Du auch von Answer the public: https://answerthepublic.com/ (eingeschränkt kostenlos). Das Ergebnis für Rückenschmerzen sieht da so aus:

So sammelst Du ganz viele verschiedene mögliche Keywords.
Welche SEO-Keywords nutzt Du jetzt?
Zuerst brauchst Du ein Haupt-Keyword. Das ist das, auf das Du Dich im Text konzentrierst und das Du an strategisch richtigen Stellen verwendest. Eine Anleitung dazu findest Du am Ende des Artikels.
Dafür wählst Du das „beste“ Keyword auf Deiner Liste aus. Das ist eines, das
1) perfekt zum Problem Deiner Kund:innen und zu Deiner Leistung/Information/Lösung passt,
2) wenig Konkurrenz hat,
3) aber oft gesucht wird.
Die eierlegende Wollmilchsau, also.
Ich sag’s gleich: Die gibt’s nur, wenn plötzlich viele Menschen ein Problem haben, für das es noch ganz wenig Lösung im Internet gibt. Also fast nie.
Was Dir bei der Entscheidung aber hilft, ist, zumindest zu wissen:
Wie viele Menschen suchen danach?
Wie groß ist die Konkurrenz?
Diese beiden Fragen beantworten Dir folgende einfache Tools, wie z. B.
https://www.keyword-tools.org/ (kostenlos)
Ubersuggest (eingeschränkt kostenlos)
KWFinder* (eingeschränkt kostenlos)
Denn, wenn der Begriff zwar perfekt zu Dir passt, aber kaum jemals gesucht wird, nützt die Optimierung darauf hin nichts. Dann stehst Du zwar auf Platz 1, aber es sieht niemand, weil niemand danach sucht.
Wenn die Konkurrenz riesig ist, wird es schwerer sichtbar zu sein (aber nicht unmöglich!).
Es lohnt sich hier genau zu schauen. Zum Beispiel, wenn es um Rückenschmerzen im unteren Rücken geht, gibt es folgende Suchbegriffe:

Hier siehst Du die Anzeige des Tools KW Finder*. Das nutze ich am liebsten. Die anderen Tools sehen ähnlich aus. (*Das ist ein Affiliate-Link. Das bedeutet, wenn Du das Tool kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich ändert sich dadurch nichts am Preis!)
Du siehst, das monatliche Suchvolumen auf Deutsch (ohne Ländereinschränkung) schwankt: je nach genauer Ausgestaltung des Suchbegriffs zwischen 10.200 und 25.400.
Die „Keyword Difficulty“ (KD) liegt zwischen 22 und 41. Dieser Wert gibt an, wie groß die Konkurrenz ist (auf einer Skala von 1=keine bis 100=riesig). Solange der Wert grün markiert, ist die Konkurrenz mit einem guten Artikel gut „bezwingbar“.
In diesem Fall würde ich als Hauptkeyword „Rückenschmerzen unterer Rücken“ wählen, weil es tatsächlich ein hohes Suchvolumen bei niedrigerer Konkurrenz aufweist. Bingo!
Die anderen Begriffe sind Synonyme. Auch diese kannst Du im Fließtext verwenden! Dazu weiter unten mehr. Google erkennt mittlerweile gut, welche Begriffe synonym sind und rankt Deinen Text dann auch für diese Begriffe. Weitere Synonyme wären z. B.: „Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich“, „Schmerzen untere Wirbelsäule“.
Regel #2: Definiere pro einzelnem Text EIN Hauptkeyword bzw. Schlüsselthema. Finde Synonyme dafür.
Checke die „Suchintention“ des Keywords
Bevor Du Dich für ein Keyword entscheidest, schau Dir unbedingt die derzeitigen topgerankten Ergebnisse dazu an.
Passt Dein Text da dazu? Haben Deine Leserinnen die Suchintention, die Du Dir wünschst?
Stell Dir vor, Du willst einen Sushi-Kurs anbieten, und hast das Keyword „Sushi selber machen“ entdeckt. Wenn Du dazu nur gratis Video-Anleitungen findest, kannst Du davon ausgehen, dass dieses Keyword niemand eingibt, der einen Kurs buchen will. Sondern dass Anleitungs-Videos dazu gesucht werden.
Wenn Du einen Blogartikel zu einem bestimmten Thema schreiben willst und Du dazu nur Wikipedia-Einträge und andere Lexika findest, suchen die Menschen offenbar eine Definition.
Es klingt komisch, aber: Wenn Du genau die Texte unter den Top 10 findest, wie Du ihn von der Art her schreiben würdest: Dann bist Du richtig. Du brauchst Deinen Text „nur noch“ besser zu machen als die angezeigten Seiten. Wenn Du von der Art einen völlig anderen Text schreiben würdest (z.B. eine Angebotsseite statt einer Anleitung) könnte das am Thema vorbei sein.
Regel 3: Checke immer die Suchintention, bevor Du schreibst!
Ist das Problem oder die Lösung das Keyword?
Suchst Du Keywords, stellt sich immer die Frage: Suchen meine Kund:innen nach dem Problem oder der Lösung? Also suchen sie nach Rückenschmerzen oder nach Shiatsu (wenn Du Shiatsu-Praktikerin bist)?
Das hängt von 2 Faktoren ab:
1) Wie ticken diese Menschen? Man sagt ja, dass in unseren Breiten kulturell gesehen eher das Problem gesucht wird, im angloamerikanischen Raum eher nach der Lösung. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ich empfinde das auch so.
2) Wissen die Menschen, die Du ansprechen willst, überhaupt schon, dass es diese Lösung gibt? Sind sie schon lösungsbewusst oder erst problembewusst? Das hängt wiederum von Deiner Zielgruppe ab.
Ein Beispiel:
Eine Kundin von mir bietet ENWAKO-Training an.
Das ist eine Trainingsform, die besonders geeignet ist für Kinder und Erwachsene mit Lernproblemen, Legasthenie, LRS, Reflexintegrationsproblemen, motorischen Problemen usw. – ein weites Problemfeld!
Aber diese Trainingsmethode ist noch weitgehend unbekannt.
Die Probleme kennen vor allem Mütter von Kindern, die damit zu kämpfen haben; die Lösung kennen sie kaum. ENWAKO wurde in Österreich gerade mal 20 Mal pro Monat gegoogelt.
Auf der Angebotsseite der Website dieser Kundin diese Probleme alle einmal aufzuzählen und dann zu hoffen, dass der Blogartikel z. B. für „Legasthenie“ oder „Legasthenie Training“ angezeigt wird, ist vergeblich. Denn es gibt viel genauere Seiten zu dieseen Themen.
Aber die Lösung wurde damals (noch) nicht gesucht.
Was also tun?
Einen eigenen Blog erstellen: Denn in jedem Blogartikel kannst Du einen ganz bestimmten Problem-Suchbegriff besetzen und im Text auf die Lösung und Dein Angebot hinführen. Das empfahl ich auch meiner ENWAKO-Kundin.
Wenn Du direkt Deine Angebotsseite suchmaschinenoptimieren willst, geht das nur unter 2 Voraussetzungen:
1) Deine Kundin ist bereits lösungsbewusst.
2) Sie sucht auch nach der Lösung. Jetzt, 2026, wird ENWAKO schon 230 Mal im Monat gesucht! Und die Website meiner Kundin rankt auf Platz 1: https://www.enwako-leitinger.at/. Bei 230 Suchanfragen im Monat bringt das schon Traffic!
Lösungsbezogenes SEO geht vergleichsweise einfach, denn z. B. auf „ENWAKO-Training Salzburg“ oder „Shiatsu 1130 Wien“ zu optimieren ist einfacher als auf Probleme wie „Rückenschmerzen“ hin zu optimieren.
Wie ändert die KI-Suche das Bild?
Seit immer mehr Menschen auch ChatGPT & Co verwenden, um nach Problemen zu suchen, verlagert sich der Problemteil der Suche mehr auf die KI. Dann gilt es, der KI bekannt zu sein, wenn dann nach Lösungen gefragt wird.
Auch Google selbst zeigt mittlerweile KI-Antworten direkt in den Suchergebnissen: die sogenannten Google AI Overviews. Du siehst sie oft schon ganz oben. Noch vor den klassischen Linkergebnissen.
Und das ist keine Kleinigkeit: Google AI Overviews erscheinen mittlerweile auf über 20% aller Suchanfragen. Wenn sie auftauchen, sinkt die Klickrate auf die klassischen Ergebnisse um fast 60%. Quelle: Search Engine Land
Das heißt: Deine Texte müssen nicht nur für Menschen funktionieren. Und nicht nur für die klassische Google-Suche. Sondern auch für diese KI-Antworten selbst.
Umgekehrt heißt das für Deinen Website-Traffic: Die Zugriffe sinken vermutlich. Menschen bekommen ihre Antwort oft direkt in der KI-Übersicht. Ganz ohne Klick auf Deine Seite.
Bain & Company beziffert den Traffic-Rückgang für Webseiten durch KI-Antworten auf 15 bis 25%, je nach Branche. Quelle: Bain & Company
Aber die Menschen, die dann doch kommen, sind schon aufgewärmt und lösungsbewusst. Sie sind eher bereit, bei Dir zu kaufen.
Das klappt aber nur, wenn die KI Dich kennt und zitiert. Wie lernt sie Dich kennen?
Genau: Durch SEO-Blogartikel und optimierte Websites. Dieselben Grundlagen aus diesem Artikel wirken auch hier. Sie machen Dich auch für Google AI Overviews sichtbar.
Welche Keywords verwendest Du für Deinen Text?
Über verschiedene Tools hast Du jetzt schon eine lange Liste an möglichen Keywords zu Deinem Thema gesammelt. Du hast Dich auch schon für ein Hauptkeyword entschieden und ggf. Synonyme dafür gefunden.
Jetzt hast Du aber noch so viele weitere Keywords im Talon! Welche davon sollst bzw. kannst Du jetzt noch verwenden?
Wichtig für diese Entscheidung ist: Du optimierst einen Text nur auf eine Fragestellung hin. Die kann kurz aber auch umfassend sein. Tipp: Schau mal, wie es die Konkurrenz macht.
Noch vor 3 Jahren mochte Google umfassende Antworten deutlich lieber. Die best-rankendsten Artikel lagen bei über 2000 oder 3000 Wörter! Mittlerweile ist wichtiger: So kurz wie möglich, so lang und tiefgreifend wie nötig, damit die Frage beantwortet wird und der Fragesteller die Antwort möglichst rasch erhält. Also nicht zuerst von der Urstrumpftante erzählen, die das Problem auch hatte. Die Geduld hat niemand mehr und der Artikel wird weggeklickt.
Google zeigt immer den Text weit vorne an, von dem Google annimmt, dass er die Frage des Suchenden möglichst konkret und rasch beantwortet. Beantwortest Du zu viel, wirkt das unspezifisch. Google selbst hat mehrfach bestätigt: Wortanzahl ist kein Rankingfaktor. Wichtig ist nur, ob Du das Thema vollständig beantwortest. Texte, die künstlich aufgeblasen sind, ohne neue Substanz zu liefern, werden inzwischen sogar schlechter bewertet. Search Engine Journal.
Auch die KI liest die Beiträge. Je weiter oben die Antwort kommt, desto eher wirst Du zitiert, denn die KI ist faul und liest oft nicht bis ganz runter.
Auf Rückenschmerzen bezogen: Wenn jemand „Rückenschmerzen Matratze“ sucht, wird ein Text, der nur auf „Rückenschmerzen“ optimiert ist, nicht gut gerankt werden. Denn „Rückenschmerzen“ ist zu unspezifisch.
Ob Du jetzt eine große Fragestellung oder eine kleine wählst, entscheidest Du – mit allen Aspekten rund um Suchvolumen und Konkurrenz im Blick. Die Tendenz geht aktuell eher zu kleineren, leicht verdaulichen Themen.
Stell Dir das vor wie einen Baum:
Dein Hauptkeyword ist die Spitze des Baumes, die großen Äste liefern Dir Futter.
Oder ein spezieller Ast ist Dein Hauptkeyword und Du schreibst darüber und die kleineren Äste.
Je kleiner der Ast wird, der Dein Hauptkeyword ist, desto spezifischer und genauer wird Dein Text und desto kleiner sind – vermutlich – Suchvolumen, aber auch Konkurrenz.
Um Dir das besser vorzustellen, kannst Du alle gesammelten Keywords als Baum aufzeichnen und dann entscheiden: Nehme ich den ganzen Baum oder nur einen Ast mit seinen Unterästen?

In diesem Fall würde ich den Artikel tatsächlich auf „Rückenschmerzen oberer Rücken“ ausrichten und einen umfassenden Artikel über Ursachen, Bereiche und Übungen schreiben.
Das Gleiche kannst Du dann für „Rückenschmerzen unterer Rücken“ machen (wenn beides Deine Themen sind).
Dann verwendest Du alle Keywords, die auf den Ästen unter dem Haupt-Keyword liegen für diesen Artikel. Die dicken Äste eignen sich gut für Zwischenüberschriften. Die dünneren Äste nutzt Du für Fließtext.
Regel #4: Du kannst so viele Keywords in Deinem Text platzieren, wie konkret und sinnvoll zu Deinem Thema passen. Aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem Haupt-Keyword.
Was bedeutet kannibalisieren?
Du erinnerst Dich: Ich habe weiter oben geschrieben: Pass auf, dass Deine Texte sich nicht kannibalisieren.
Das ist ein weiterer Aspekt, der bei der Wahl Deiner Keywords zu beachten ist:
Wenn Du mehrere Texte zum gleichen Keyword schreibst, weiß Google nicht, welchen er nehmen soll. Und nimmt gar keinen.
Wenn Du also die Äste oben zu kleineren einzelnen Artikeln machst, passiert genau das. Du empfindest zwar die kleineren, leichteren Artikel vielleicht übersichtlicher zu lesen und leichter zu schreiben.
Aber wenn jemand „Rückenschmerzen unterer Rücken“ sucht und dann Google bei Dir dann wählen muss zwischen …Übungen, …Bereiche, …Ursachen, ist das schlecht für Dein Ranking für das Midtail-Keyword. Das Midtail-Keyword suchen aber viel mehr Leute, als die Longtail-Keywords. Damit verschenkst Du Traffic.
Wie verwendest Du Deine SEO-Keywords?
Du hast jetzt Dein Haupt-Keyword gewählt, Synonyme gefunden und zusätzliche, passende Sub-Keywords definiert.
Wie gehst Du jetzt damit um?
Schreibweisen und Abwandlungen
Zuerst ein Hinweis zu Schreibweisen und Abwandlungen: Gerade auf Deutsch gibt es für viele Begriffe unterschiedliche Schreibweisen. Oft auch falsche Schreibweisen.
Außerdem verändern sich Worte, besonders Verben, sobald wir sie abwandeln. Besonders bei Midtail-Keywords kommt das vor.
MIttlerweile ist Google so intelligent, das zu erkennen! Das bedeutet: Du musst das Keyword nicht immer in der Schreibweise oder Form verwenden, wie es in Google eingegeben wird. Sondern nutze es ganz natürlich in verschiedenen Formen.
Dein Haupt-Keyword verwendest Du (nimm das als Richtschnur, nicht sklavisch):
- in der URL (da genau so, wie es gesucht wird)
- in der H1 Überschrift (das ist die oberste Überschrift)
- in mindestens einer H2 oder H3 Überschrift, idealerweise in mehreren
- im ersten Absatz, also vor der nächsten Überschrift
- natürlich verteilt im Fließtext
- für die Beschriftung Deiner Bilder (im Bildnamen, im Alt-Text, in der Bildunterschrift)
- im SEO Metatitel
Die Synonyme verwendest Du:
überall da, wo Du Dich sonst zu oft wiederholen würdest, also zum Beispiel:
- in weiteren H2 und H3 Überschriften
- im Fließtext
- in der SEO Metabeschreibung
- bei den Bildern, als Abwechslung
Die Sub-Keywords verwendest Du:
- als Überschriften bei den Abschnitten, die diese Sub-Themen behandeln
- im Fließtext dazu
- bei den Bildern dazu
Wichtig: Du schreibst für Deine Leserinnen. Nicht für Google!
Auch wenn Du Dir die SEO-Keywords suchst, bevor Du schreibst…
Auch wenn Du jetzt weißt, wo Du diese Keywords unterbringst, um bestmöglichen Erfolg zu erzielen…
… denke immer daran:
Regel #5: Du schreibst nicht für die Suchmaschine. Du schreibst für Deine potenzielle Kundin. Denn nur wenn Dein Text Deiner Kundin gefällt, wird sie ihn lesen. Das bewertet Google dann als positiv und rankt den Text höher.
Wenn sie abspringt, weil Dein Text offenbar nicht für sie geschrieben wurde, merkt Google das und rankt ihn schlechter.
Fällt es Dir schwer, die ganzen Keywords mitzubedenken, während Du schreibst? Dann denke nur an das Thema, die Unterthemen und das Haupt-Keyword. Die Synonyme kannst Du auch nachher noch gut im Text unterbringen.
Mach Dir dazu vorab eine Liste der Suchbegriffe, die Du verwenden willst und hake sie nach dem Schreiben ab!
Gute SEO-Keywords alleine reichen nicht
Du hast jetzt Deine Keywords erarbeitet und Du weißt, in welchen Texten Du sie einsetzen wirst.
Doch das alleine reicht noch nicht. Was Du jetzt noch brauchst:
Einen Text, der das Problem Deiner Kund:innen löst.
Und zwar so, dass Google merkt, dass das eine gute Lösung ist, also kundenorientiert und suchmaschinenoptimiert. Dazu zählen auch weiterführende Links, Videos, Bilder, Infografiken, usw.
Google und auch die KI prüfen dabei nach einem Prinzip namens E-E-A-T: Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit Trust). Übersetzt heißt das: Schreibst Du aus echter Erfahrung? Zeigst Du Fachwissen? Wirkst Du glaubwürdig? Je mehr davon in Deinem Text steckt, desto eher wird er angezeigt und zitiert.
Auch häufige Fragen & Antworten aka FAQs sind hier Gold wert. Nicht mehr, weil Google sie hübsch aufklappt in den Suchergebnissen. Das passiert kaum noch. Sondern weil die KI genau solche Frage-Antwort-Abschnitte gern herauszieht und zitiert. Je klarer Deine Frage, desto eher landest Du in einer KI-Antwort. 🙂
Hier zeige ich Dir, wie Du Blogartikel sauber aufbaust, speziell in der KI-Ära.
Eine logisch aufgebaute und gut strukturierte Website
… die Leserinnen Google an der Hand nimmt und durchführt.
Eine sauber programmierte Website
… mit niedriger Ladegeschwindigkeit (das mag Google wirklich!). Diese kannst Du hier testen und erhält zugleich Empfehlungen: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de
… die auch und gerade auf mobilen Endgeräten optimal dargestellt wird (responsives Webdesign). Tools wie https://responsivedesignchecker.com zeigen Dir Optimierungspotentiale.
SEO Keyword-Suche und Verwendung zusammengefasst:
1) Überlege Dir genau, wer Deine Zielgruppe ist und wie sie tickt bzw. sucht.
2) Mach Dir einen Keyword-Baum (oder eine Mind Map) und clustere Begriffe.
3) Wähle für jede einzelne Seite Deiner Website und Deines Blogs einen Hauptbegriff aus, der so spezifisch ist, wie es an der Stelle für Deine Seite eben sinnvoll ist.
4) Wähle Synonyme und Unterbegriffe aus.
5) Strukturiere Deinen Text anhand Deiner Themen und Sub-Keywords. Hier liest Du, wie Du einen Blogeintrag aufbaust.
6) Schreibe einen Text, der leicht und gerne gelesen wird. Artikel rund um Text-Know-how findest Du hier.
Die Suchbegriffe sollen Dir nur eine Stütze sein, damit Du nicht irgendwelche Ausdrücke verwendest, sondern eben die, die gesucht werden.
Das Ziel ist aber immer einen Text zu schreiben, der einem Gespräch mit Deiner absoluten Lieblingskundin entspricht! Denn kein Klick auf einen Link auf Google nützt Dir, wenn der Text Deine Kundin nicht in Kopf und Herz erreicht.
Willst Du Dir Deine Blog-Strategie von Grund auf neu erarbeiten? Mit Konzept, SEO und Schreibroutine? Dann empfehle ich Dir den Selbstlernkurs Blog-your-Business. Damit kannst Du Dir in Deinem Tempo, mit KI Unterstützung und um kleines Geld einen Blog aufbauen, der Dich nachhaltig und unaufgeregt sichtbar macht.
Hier geht’s zum Blog-your-Business-Kurs.
Wünschst Du Dir eine Sparring-Partnerin, die mit Dir gemeinsam, oder für Dich, solche Texte erarbeitet – für Deine Kundinnen? Buche Dir eine kostenlose Sichtbarkeits-Strategie-Session und wir schauen gemeinsam, wie Du den Blog nutzen kannst, um Dich effizient und nachhaltig sichtbar zu machen!
Ich wünsch’ Dir viel Spaß bei der Keyword-Suche!
Deine Mentorin für unaufgeregte Sichtbarkeit und Kundengewinnung aus Wien,

Hast Du noch diese Fragen zum Thema SEO-Keywords?
Was ist ein SEO-Keyword?
Ein SEO-Keyword ist der Suchbegriff, den jemand bei Google eingibt. Das kann ein einzelnes Wort sein oder eine ganze Frage. Du findest heraus, wonach Deine Wunschkundinnen suchen, und richtest Deinen Text genau darauf aus. So werden sie Dich in der Suche finden.
Wie viele Keywords brauche ich pro Text?
Wähle ein Haupt-Keyword pro Text. Dazu passende Synonyme und Sub-Keywords kannst Du so oft verwenden, wie es natürlich in den Text passt. Schreib mehrere Texte zum gleichen Haupt-Keyword, konkurrierst Du mit Dir selbst. Google weiß dann nicht, welchen Text er zeigen soll.
Wann suche ich meine SEO-Keywords?
Bevor Du zu schreiben beginnst. Nur wenn Du weißt, wonach Deine Kundinnen suchen, kannst Du Deinen Text von Anfang an darauf ausrichten. Suchst Du erst nachher, musst Du Deinen fertigen Text nachträglich anpassen. Das ist immer der schwierigere Weg.
Was ist der Unterschied zwischen Shorttail-, Midtail- und Longtail-Keywords?
Shorttail-Keywords sind ein einzelnes Wort, etwa „Rückenschmerzen“. Midtail-Keywords bestehen aus zwei bis drei Wörtern, etwa „Rückenschmerzen unterer Rücken“. Longtail-Keywords sind ganze Fragen, etwa „Rückenschmerzen was hilft schnell“. Je spezifischer, desto weniger Konkurrenz, aber auch weniger Suchanfragen.
Was bedeutet Keyword-Kannibalisierung?
Kannibalisierung heißt: Du schreibst mehrere Texte zum selben Keyword. Google weiß dann nicht, welchen davon er zeigen soll, und rankt am Ende oft keinen der Texte gut. Bleib deshalb pro Keyword bei einem Artikel und bau die Unterthemen als Abschnitte ein.
Suche ich besser nach Keywords für das Problem oder die Lösung?
Beides 😉 Das hängt von Deiner Zielgruppe ab. Kennt sie ihre Lösung schon, kannst Du direkt darauf optimieren. Ist sie noch problembewusst, schreibst Du besser über das Problem und führst im Text zu Deiner Lösung hin. Ein eigener Blog hilft Dir dabei besonders gut.
Wie verändert die KI-Suche meine Keyword-Strategie?
Google zeigt mittlerweile KI-Übersichten direkt in den Suchergebnissen. Deine Texte müssen deshalb nicht nur für die klassische Suche funktionieren, sondern auch für die KI selbst. Die gleichen Grundlagen wie bisher helfen Dir dabei: gute Keywords, klare Struktur und echte Substanz.



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